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Buch als Selfpublisher veröffentlichen

Ich gehe hier mal auf KDP Select und Werbemassnahmen ein. Mit meinem ersten Buch machte ich alles falsch. Ich erstellte zuerst das Printbook bei Createspace und lud erst danach das E-Book bei KDP hoch. Dann wartete ich vergeblich auf die ersten Verkäufe.

Ich spielte mit den Preisen herum, was aber keine Wirkung zeigte. Dann verbriet ich ziemlich viel Geld mit Facebook-Anzeigen, die dann einige E-Book-Verkäufe bewirkten. So holte ich etwa 5% der Werbe-Euros wieder herein – also lächerlich wenig.

Twitter

Beim zweiten Buch machte ich es besser. Ich klemmte Facebook ab und startete dafür meine Präsenz auf Twitter. Dabei half mir das E-Book von Rayne Hall „Twitter for Writers“ ziemlich weiter. Allerdings ist es in Englisch. Ich engagierte mich in der Community und sammelte so langsam Followers, die teilweise in gute Online-Freundschaften mündeten.

Etwa 2 Monate vor der Veröffentlichung begann ich, für das neue Buch Werbung zu machen. Bei der Entwicklung des Covers bezog ich auch die Meinung der Mit-Twitterer ein, die bereitwillig über Cover-Varianten abstimmten.

Wovon ich eher abrate ist, bei KDP den Veröffentlichungstermin zu setzen. Man MUSS dann ca. 10 Tage zuvor das definitive E-Book hochgeladen haben, sonst wird man bestraft.
Mein Rat: In aller Stille das E-Book hochladen. Wenn es Online ist, bei Createspace das Printbook hochladen, was alles in allem so um die 5 Tage dauert. Nach weiteren 4-5 Tagen wird das Printbook mit dem E-Book verknüpft.

Nun geht es darum, einige 4-5 Sterne-Rezensionen zu bekommen. Denn ohne gute Rezi wird das Buch trotz Werbeaktion kaum gekauft. Ich suchte auf lovelybooks.de gezielt nach Mitgliedern, die Liebesromane und Thriller in ihrem Profil mögen und bei denen ich mir vorstellen konnte, dass sie meinen Roman mögen könnten. Ich schrieb sie mit einer PN an, stellte mich und mein Buch kurz vor und fragte höflich, ob sie das Buch lesen und rezensieren würden – auf Lovelybooks UND Amazon. Die meisten tun das gerne, wenn es ihr SUB oder anderweitige Leseverpflichtungen zulassen.

Bereit für den Paukenschlag

Mit 5 guten Rezis – lieber mehr, aber man kann und darf sie unter KEINEN Umständen irgendwie erschwindeln oder manipulieren – bist Du nun für den grossen Paukenschlag gerüstet.

Bei XTME buchte ich eine 7-tägige Werbekampagne. Johannes zum Winkel, der Betreiber von xtme.de gibt bereitwillig Auskunft. Es gibt auch verschiedene Werbepakete zu buchen. Grundsätzlich wirbt man dort für verbilligte oder Gratisbücher.

Gratis finde ich keine Option, weil sie bei Amazons Ranking nicht mehr hilft. Und warum soll ich gratis meine Bücher verschenken?

Ich legte mich also auf eine € 0,99-Strategie fest, buchte die Werbekampagne und setzte ein paar Stunden vor Beginn der Kampagne den Preis in KDP auf 0,99 herunter. Gleichzeitig machte ich Werbung auf Twitter, sandte ein Mail an alle meine Kontakte (die mit Nichtreagieren antworteten) und schaute nägelkauend alle 10 Minuten ins KDP-Berichtsdashboard.

Ich lud auch Seite 99 bei seite-99.de hoch, beteiligte mich in Foren und auf Blogs mit Kommentaren, pflegte meine Autorenhomepage und und und …

KDP Select

Und ich wählte KDP Select, damit das E-Book ausgeliehen werden kann. Das bedingt aber, dass man es nirgends sonst anbieten darf, auch nicht auf der eigenen Homepage. Amazon kontrolliert das! Man bindet sich damit 3 Monate exklusiv an Amazon.

Aber für mich hat es sich gelohnt, denke ich. Bei etwas über 100 verkauften E-Books wurden mittlerweile rund 15’000 Seiten gelesen, was in etwa 55 Büchern entspricht.

Reich wurde ich bisher noch nicht, aber es erfüllt mich mit Stolz, dass über 160 Menschen mein Buch gelesen haben.

Übrigens: Taschenbücher werden praktisch keine gekauft. Die gehören einfach zum guten Ton. Du als Autorin wirst Dir 20-30 Stück kaufen, um sie zu verschenken, zu signieren oder direkt zu verkaufen (was sich gegenüber den E-Book extrem lohnt).

Preisgestaltung

Preisgestaltung ist auch wichtig! Ich versuchte einige Preise aus. Letztlich las ich in einem Fachartikel über Preisgestaltung, dass man sich abheben solle. Wenn man aber in einem Meer von Angeboten mitschwimmt, muss man sich an die allgemeine Preispolitik halten, und das sind für Liebesromane € 2,99. Für das Taschenbuch verlange ich € 12,99.

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